Gedichte

Eichendorffs Sommer

Flammenfinger, rotes Glühen,
Sommer, Sommer bin ich noch!
Schmelzen, hämmern, glätten, ziehen:
Jeder Wille ist ein Doch,
ist ein Kämpfen; heißes Streiten,
ist ein Feuer dir und mir,
ist ein glutvoll Voranschreiten
ist ein Hoffen für und für.

Ist es auch mein letzter Donner,
leben will ich heiß und wild,
brennen will ich meinen Sommer,
schmelzen mir zu einem Bild.
Leuchten soll in Herbstes Tagen,
mir mein Bild; wird nie verprasst,
Winter höret keine Klagen,
wenn der Tod die Hand mir fasst.